Burg Grubenhagen

Burg GrubenhagenDie Burg Grubenhagen, im 12. Jahrhundert erbaut und 1263 erstmals urkundlich erwähnt, befindet sich unweit von Einbeck im Höhenzug Ahlsburg. Heute ist nur noch der 18 m hohe Bergfried aus dem Hochmittelalter erhalten, daran angebaut ein Pferdestall aus dem 19. Jahrhundert. Im Besitz von Heinrich III. von Braunschweig-Grubenhagen wird die Burg in der Mitte des 15. Jahrhunderts belagert, aber nicht eingenommen. Bis zum Aussterben der Grubenhagener Linie des Welfenhauses am Ende des 16. Jh. bleibt sie in deren Eigentum, danach erfährt sie mehrere Besitzerwechsel und verfällt durch Verwüstung und Nicht-Nutzung zusehends. Im 18. Jahrhundert wird die Burganlage zu Wirtschaftsgebäuden für einen Domänenbetrieb umgebaut, und im 19. Jahrhundert entsteht durch den Vizekönig von Hannover, Herzog Adolf Friedrich von Cambridge, zur Ergänzung seines Jagdschlosses auf der Domäne der Pferdestall am Bergfried.

An den seitlichen Hängen des Burgberges fanden sich bei Untersuchungen zahlreiche Armbrustbolzen und Pfeilspitzen, von welchen in einer kleinen Auswahl 20 Exemplare im Jahr 2011 restauriert wurden. Die restlichen 20 Bolzen werden im Jahr 2012 ebenfalls restauriert. Sie alle zeigen deutliche Formunterschiede und teilweise auch Spuren eines Einschlags und werden mit der erwähnten Belagerung der Burg im 15. Jh. in Zusammenhang zu bringen sein.

Fundstücke von Burg GrubenhagenBild klicken zum Vergrößern

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BolzenBild klicken zum Vergrößern

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