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Uschebtis aus der Ptolemäerzeit (Privatsammlung) Das Foto zeigt zwei Uschebtis aus dem gleichen Grab vor und nach der Restaurierung.
Die Auflagen auf dem linken Stück bestehen aus Salzen, Sinter sowie einer hauchdünnen Schicht aus Glaskorrosion. Die Salz- und Sinterschichten konnten manuell entfernt werden.
Da die sehr dünne Schicht aus Glaskorrosion die Oberfläche nicht sichtbar geschädigt hatte, konnte diese ebenfalls abgenommen werden, was eine schönere und originalgetreue Oberfläche nach der Konservierung gewährleistet. Die Konservierung erfolgte mittels unserem entwickeltem Fluids für Glasoberflächen und die Originalfarbe konnte in voller Brillanz wieder hergestellt werden. |
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Messer mit Einlagen (Einbeck) Wie auf dem Fundzustandsfoto erkennbar, war der Klingenansatz stark aufgebläht, was auf eine komplette Durchkorrodierung des Eisenkerns schließen ließ. Die Klinge wurde zunächst von der weniger korrodierten Seite her freigelegt, mit eingefärbtem Kunstharz stabilisiert und laminiert. Danach erfolgte die Freilegung der stark korrodierten Seite. Die vollständig vergangenen Bereiche des Klingenansatzes mussten mit eingefärbtem Kunstharz rekonstruiert werden. Hiernach erfolgten die Freilegung des Griffes und die anschließende Natriumsulfit-Entsalzung. Aufgrund des noch aktiven Korrosionsprozesses war es trotz der erhaltenen Holz-Griffschalen unabdingbar, das komplette Objekt in säurefreiem Heißwachs zu konservieren. |
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Römisches Relief, 3. Jh. n. Chr. (Privatsammlung) Die Reliefoberfläche wies stark anhaftende Sinterschichten auf, die manuell mit dem Skalpell entfernt werden konnten. Eine Konservierung war nicht erforderlich. |
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Holzuschebti, späte 18. Dynastie, um 1300 v. Chr. (Privatsammlung) Der Uschebti war ursprünglich mit einer dicken schwarzen Bitumenschicht übermalt, dessen Reste noch großflächig vorhanden waren. Da diese Schicht mittlerweile durch Feuchtigkeit aufgebläht und verworfen war und die Konturen der feinen Schnitzarbeit überdeckte, wurde entschieden sie manuell abzunehmen ohne das Holz zu schädigen. Konserviert wurde das Objekt anschließend mit PEG. |
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Gebrochenes Messer (Sachsen-Anhalt) Vor der Freilegung wurde das Messer mit eingefärbtem Araldit geklebt. Hiernach erfolgte die grobe Freilegung mittels Feinstrahlgerät und anschließender Herausarbeitung der Originaloberfläche. Nach der Entsalzung wurde das Objekt mit säurefreiem Heißwachs konserviert. |
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Bes aus Ägyptisch Blau (Roemer- und Pelizaeus Museum Hildesheim) Das sich jetzt unter der Inventarnummer L/Sch 3 im Roemer- und Pelizaeus Museum Hildesheim befindende Objekt stammt ursprünglich aus unserer alten Familiensammlung und wurde in den 50er Jahren von meinem Großvater Otto Wegener/München erworben. Leider sind die Fotos des ursprünglichen Zustands nicht erhalten. Es befanden sich noch leicht entfernbare Lehm-Reste in einigen Konturen und das gesamte Objekt wies eine unansehnliche helle Sinterschicht auf, welche mit der Objektoberfläche fest verbunden war und die eigentliche blaue Farbe verdeckte. Da das Material „Ägyptisch Blau“ in der Regel sehr weich ist, kam nur eine vorsichtige Reinigung in Frage. Ein Abtrag mit einem Glasfaserpinsel zeigte nicht den erwünschten Erfolg, und jegliche weitere mechanische Reinigung hätte sichtbare Spuren hinterlassen. Nach einem kleinen erfolgreichen Test mit Ascorbinsäure entschieden wir uns zu einer vollständigen Reinigung unter ständiger Beobachtung und in kleinen Schritten, um die noch flüssige Ascorbinsäure sofort wieder zu entfernen und auszuwaschen. Mit dieser Methode konnte ein Großteil der natürlichen Färbung sowie alle feinen Konturen wieder hervorgebracht werden. |
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Oberteil eines Sarkophagdeckels (Privatsammlung) Größere Bereiche der Stuckierung hatten sich gelöst und wurden mit Paraloid gefestigt. Verunreinigungen auf der Bemalung wurden manuell entfernt und die Oberfläche anschließend mit stark verdünntem Paraloid abgeschlossen. |
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Osiris aus Silber, ramessidisch, 19./20. Dynastie (Privatsammlung) Das kleine Silberamulett war mit einer Cupritauflage überzogen und konnte mittels Titriplex-Komplexbildner gereinigt werden. |
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Osiris mit goldenem Halskragen (Privatsammlung) Das Objekt wurde mit dem Ultraschallmeißel gereinigt und anschließend mit säurefreiem Heißwachs konserviert. Der aus massivem Golddraht eingelegte Halskragen war bereits durch eine veränderte Patina erkennbar. Durch das Reinigen der umliegenden Stellen platzten die Auflagen von dem Gold zum größten Teil ab, und nur geringe Rückstände mussten mit Titriplex-Komplexbildner gereinigt werden. |
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Osirisfigur aus Bronze, 26. Dynastie (Privatsammlung) Die Figur wurde in den 40er Jahren manuell gereinigt, wies aber noch etliche Reste von Cupritauflagen in den feinen Konturen sowie an größeren Bereichen der Oberfläche auf. Die verbliebenen Auflagen wurden mit dem Ultraschallmeißel gereinigt und die Figur anschließend mit säurefreiem Heißwachs konserviert. |
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Römische Kanne (Privatsammlung) Bronzekanne mit Sinter- und Lehmauflagen und diversen Korrosionslöchern. Bei einer älteren Restaurierung war der Henkel an einer zu niedrigen Position mit Blei fixiert und der Boden durch ein angesetztes, ebenfalls antikes, aber nicht zugehöriges Blech ergänzt worden. Zunächst erfolgte die Demontage der einzelnen Teile und danach die Reinigung mit dem Skalpell. Hiernach wurde der Henkel an der richtigen Position mit Epoxydharz angesetzt, die Korrosionslöcher geschlossen und der Boden akkurat neu verklebt. Um eine mögliche Verfärbung der Patina durch das Epoxydharz zu vermeiden, wurden alle Klebestellen mit Paraloid abgesperrt. Abschließend erfolgte die Colorierung aller sichtbarer Klebe- und Spachtelstellen sowie des Kannenbodens passend zur Patina der Kanne. Übergänge wurden mit eingefärbtem Weichwachs gestaltet. Die gesamte Kanne wurde mit einem Schutzüberzug aus mikrokristallinem Wachs versehen. |
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Römisches Laufgewicht in Form einer Büste (Berliner Sammlung vor 1945) Im ursprünglichen unrestaurierten Zustand (Fotos leider nicht archiviert) befanden sich diverse Korrosionsauflagen, bestehend aus Kalksinter, Lehm und Malachitkristallen, auf der Oberfläche. Sie wurden zum größten Teil mit dem Skalpell, aber auch mit dem Ultraschallmeißel entfernt. An der Rückseite und an Durchbrüchen in der Bronze austretendes Bleioxyd wurde mit dem Feinstrahlgerät entfernt. Konserviert wurde das Objekt mit säurefreiem Heißwachs. |
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Fayencering Amenhotep III. (Privatsammlung) Die Fragmente des Rings waren schlecht geklebt und die Klebestellen mit Farbe
überdeckt. Die Klebung wurde in Aceton abgelöst, Farbreste wurden manuell entfernt und die gereinigten Fragmente passgenau mit Cyanacrylat verklebt. Abschließend konnte die ursprüngliche Farbbrillanz wieder hervorgebracht werden. |
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Fragment eines Turnieranhängers/Zaumzeug (Nordrhein-Westfalen) An minimalen Stellen war unter der Korrosionsauflage eine erhaltene Feuervergoldung erkennbar. Diese war partiell gestört, so dass sich die Malachitpatina in stärkerer Schicht bilden konnte. Aus diesem Grund wurde das Objekt mit dem Skalpell freigelegt und dabei die Patina bis auf die Ebene der intakten Vergoldung abgetragen. Hierdurch war es möglich, einen geschlossenen Gesamteindruck der Oberfläche zu erzielen.
Die Konservierung erfolgte mit säurefreiem Heißwachs. |
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Messerscheidenbeschlag (Nordrhein-Westfalen) Die Freilegung der gröberen Auflagen erfolgte zuerst mittels Feinstrahlgerät und anschließend mit Diamantfräsern. Wegen der Fragilität des durchmineralisierten Objekts war die Freilegung mit dem Ultraschallmeißel nicht mehr möglich. Anhand der Korrosionsauflagen war bereits erkennbar, dass sich Chloride an der Oberfläche gebildet hatten und eine Zerstörung des Metallkerns in Gang gesetzt war. Eine Entsalzung war erforderlich, die mittels des Thouventin-Verfahrens erfolgte. Konserviert wurde das Objekt mit säurefreiem Heißwachs. |
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Wedel einer ägyptischen Königsfigur der 18. Dynastie (Privatsammlung) Der Wedel besteht aus Silber und ist mit Einlagen aus Gold, Feldspat, Lapislazuli und rotem Jaspis versehen. Das Objekt war bereits antik zweimal gebrochen, was die stark verbogenen und mit Hornsilber verkrusteten Bruchkanten belegen. Wahrscheinlich fiel die zugehörige Königsfigur, die ebenfalls aus Silber bestanden haben muss, einer absichtlichen Zerstörung zum Opfer. Die fast in einem Winkel von 90° verbogenen Bruchkanten belegen dies, eine zufällige Beschädigung ist hier ausgeschlossen. Die mit Silberoxyden verkrusteten Goldeinlagen wurden zunächst manuell gereinigt und die verbliebenen Reste mit Titriplex-Komplexbildner entfernt. Hiernach erfolgte die passgenaue Verklebung der drei Einzelteile mit Epoxydharz. Die fehlenden Steine an den Bruchstellen wurden aus optischen Gründen sowie zur Stabilisierung der Bruchstellen wieder eingesetzt. Das Silber ist auf Grund seines Alters und Lagerbedingungen fast völlig umgewandelt und liegt nur noch partiell (auf der Objektrückseite) in gediegener Form vor. |
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Sarkophagdeckel (Privatsammlung USA) 21. Dynastie, um 1000 v. Chr. Größere Bereiche der bemalten Stuckschichten hatten sich von dem Zedernholz abgehoben und konnten durch Paraloid B52 gefestigt werden. Kleinere Retuschen erfolgten an optisch störenden Stellen. Als Schutzüberzug und zur Wiederherstellung der Farbbrillanz wurde ebenfalls Paraloid in stark verdünnter Lösung aufgebracht. Hierbei wurde überschüssiges Material sofort wieder abgenommen um keinen unnatürlichen Glanz hervorzurufen. |
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Sohle eines rahmengenähten Schuhs (Nordrhein-Westfalen) Das Leder wurde direkt nach dem Auffinden gereinigt und anschließend in Aceton getrocknet. Nach der Trocknung wurde der anhaftende Kalksinter im Verbund mit Quarzsand entfernt und die versinterten Nahtlöcher freigelegt. Nach der Reinigung erfolgte die Konservierung mit British Museum Leather Dressing. Abschließend wurden die passenden Fragmente verklebt. |
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Uschebti des Priesters Horemhab aus Fayence (Privatsammlung) Durch die in der Fayence entstehenden Mikrobrüche und eindringende Feuchtigkeit waren auf der Objektoberfläche Ausblühungen entstanden. Sie wurden mechanisch mittels Skalpell abgenommen. Die alte dilettantisch ausgeführte Klebung mit einer Art Kunstharz wurde gelöst und die Bruchstellen passgenau und ohne Fehlstellen neu verklebt. Die ehemalige Farbbrillanz der Glasur konnte mittels eines von uns entwickelten Fluids dauerhaft hervorgehoben werden. |
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Nuppenglas (Nordrhein-Westfalen) Der partiell aufliegende Kalksinter wurde mit dem Skalpell abgenommen und die Fragmente durch Infiltrationsklebung zusammengefügt. |
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Pieta (Privatsammlung Bayern) Der um das Jahr 1410 datierten Pieta wurden in den darauffolgenden Jahrhunderten immer neue Farbschichten aufgetragen, die sich allerdings in den letzten 150 Jahren durch schlechte Lagerung weitestgehend gelöst hatten. An einigen Stellen konnte somit die Feinheit der Schnitzarbeit festgestellt werden, und es entsprach dem Kundenwunsch, alle späteren Farbschichten zu entfernen. Sehr dicke Schichten von Bleiweiß befanden sich im Bereich des Kopfes, des Halses und des Faltenwurfs des Gewandes, die fast gänzlich die Feinheit der Figur überdeckten. Bei der Abnahme der Schichten konnten Reste der ursprünglichen königsblauen Bemalung sowie der daraufliegenden, in Umrissen gestalteten Lilien aus Blattgold aufgefunden werden. Die durch Lagerung und Farbpigmente entstandenen unterschiedlichen Verfärbungen des Holzes wurden auf Kundenwunsch durch Holzwachs reduziert. Überschüssiges Wachs wurde sofort abgenommen, um allzu starken künstlichen Glanz zu vermeiden. |
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Uschebti von Pharao Seti aus Fayence (Privatsammlung) Wie der größte Teil der in Pharao Setis ehemals zerstörtem und überschwemmtem Grab im Tal der Könige gefundenen Dienerfiguren ist auch dieses vorliegende Stück in gebrochenem und fragmentiertem Zustand erhalten. Die meisten zerbrochenen Fayencen wurden wahllos im Grab zerstreut aufgefunden und weisen durch unterschiedliche Lagerung eine starke Verfärbung der Glasur auf. Im Zuge der Restaurierung wurde die alte Klebung des Kopfes der Figur entfernt und die Fragmente wieder passgenau aneinandergesetzt. Die Fehlstellen des Bruches wurden aufgefüllt und auf Kundenwunsch bei der Colorierung den unterschiedlichen Verfärbungen der beiden Fragmente farblich angepasst. Aufliegende Erd- und Sinteranhaftungen wurden manuell entfernt. Die ehemalige Farbbrillanz der Glasur konnte mittels eines von uns entwickelten Fluids dauerhaft hervorgehoben werden. |
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Mumiennetz aus Fayenceperlen (Museum der Westlausitz Kamenz-Leihgabe für die Sonderausstellung ‚Ex Oriente Lux’) Einige Fayenceperlen des Mumiennetzes waren rezent gebrochen und Fäden durchgerissen. Da das Netz modern aufgefädelt ist und durch unterschiedlich große Perlen bereits stark asymmetrisch wirkt, wurde darauf verzichtet, die gesamten zerstörten Stränge zu ersetzen. Stattdessen wurden an den bereits gerissenen Stellen neue Fäden mittels acetonlöslichem Cyanacrylat so befestigt, dass sich die Klebestellen inmitten der neu aufgefädelten Perlen befinden. Die zu ersetzenden Perlengrößen wurden anhand der Fehlstellen und der Knickstellen in den Fäden ermittelt. Die Fehlstellen wurden mit originalen, farblich passenden Fayenceperlen ersetzt. Nach der Restaurierung wurde mit Spannfäden versucht, die Asymmetrie des Netzes etwas zu korrigieren. |
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Apollo aus Bronze (Privatsammlung London) Das Objekt befand sich in einem bereits vorgereinigten Zustand und wies lediglich einige wenige Lehmauflagen in den Konturen auf, die mit dem Skalpell entfernt werden konnten. Die zuvor als Glaseinlagen angesprochenen Augen erwiesen sich als massiv-silberne Augeneinlagen, auf welchen sich Oxydschichten gebildet hatten. Diese aufliegenden Oxydschichten wurden vorsichtig mit dem Skalpell abgenommen und das Silber mit Titriplex gereinigt. Anschließend erfolgte eine Konservierung in säurefreiem Heißwachs. |
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Römisches Medizinkästchen aus Buntmetall (Museum für Vor- und Frühgeschichte Aldenhoven) Die Freilegung des Arzneikästchens erfolgte hauptsächlich mit dem Skalpell und partiell auch mit dem Ultraschallmeißel. Die zum Teil verformten Bleche wurden rückgeformt, um ein passgenaues Zusammenfügen zu gewährleisten. Der Boden wurde mittels Epoxydharz mit den Seitenteilen verklebt, da deren Verformung nicht restlos beseitigt werden konnte, und ein stabiler Halt für den Wiederaufbau erforderlich war. Die Deckelführungen wurden, wie im ehemaligen Originalzustand, mit Holz (Balsaholz) unterfüttert und mit Aceton-reversiblem Mecosan-S verklebt. Die sehr dünnwandigen Bleche für die Unterteilungen der Innenfächer wurden ebenfalls mit Epoxydharz punktuell verklebt, wobei die erhaltenen Linien auf der Bodenplatte die ehemaligen Positionen der Bleche vorgaben. Die kleinen Deckel der Innenfächer müssen ehemals in vertiefter Position zu den Facheinteilungen gesessen haben, weil die aufliegende Griffe ansonsten den Einschub des Deckels verhindert hätten. Auf eine Positionierung der Deckel mittels eingeklebter Acrylstäbe wurde aus optischen Gründen verzichtet. Um die ehemalige Lage der Deckel zu veranschaulichen, wurde jeder Deckel mit einem schwarzen Holzklötzchen mit Mecosan-S unterklebt. Zur Konservierung wurde an den Außenseiten mikrokristallines Wachs aufgetragen. Weil sich im Innenraum und speziell in den unterteilten Fächern noch kristalline Substanzen erhalten haben und diese ggf. für Analysen entnommen werden müssen, wurde auf eine Konservierung des Innenraumes mit Wachs verzichtet. |
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Grabinventar eines hallstattzeitlichen Frauengrabes (Bayern) Das obere Bild zeigt die sehr stark fragmentierten Ohrringe mit einer zum Teil nur 0,3 mm dünnen Materialstärke im Fundzustand. Die zum größten Teil durchmineralisierten Fragmente wurden zunächst zusammengesetzt und der innere Bereich zur Stabilisierung laminiert. Erst jetzt konnte die Freilegung erfolgen. Kleinere Fehlstellen wurden mit eingefärbtem Wachs ergänzt. Die im unteren Bild zu sehenden Bernsteinperlen wurden wegen ihres fragilen Zustands mittels flüssigem mikrokristallinem Wachs gefestigt und konserviert. Diese Behandlung hat u.a. den Vorteil, dass die ursprüngliche Farbbrillanz wieder herbeigeführt werden kann. |
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Silberne Kreuzfibel mit Almandineinlagen (Privatsammlung Frankreich) Die silberne Fibel wurde zunächst mit Titriplex gereinigt, wobei sich aus den Verkrustungen Fragmente von flach geschliffenen Almandinen herauslösten. Aufgrund dieses Befundes wurde auf Kundenwunsch eine Replik aus Kunstharz angefertigt, bei welcher der fehlende Endbereich des originalen Kreuzarmes rekonstruierend ergänzt wurde. Die Kunstharzreplik wurde anschließend versilbert und mit echten Almandineinlagen versehen. Das Originalobjekt wurde nach der Reinigung lediglich rückgeformt und ansonsten in seinem Originalzustand belassen. |
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Silbermünze (Nordrhein-Westfalen) Chemische Reinigung mit Titriplex. |
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Zweireihiger Dreilagenkamm aus Knochen (Nordrhein-Westfalen) Reinigung mit Wasser direkt nach dem Auffinden. Trocknung und Klebung der Fragmente mit Cyanacrylat. |
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Messergriff aus Knochen (Nordrhein-Westfalen) Der vordere Bereich der Griffangel war komplett durchkorrodiert. Durch den Volumenzuwachs der Korrosionsschichten war eine Griffschale bereits aufgesprengt sowie Teile der anderen Schale abgeplatzt. Um eine weitere Korrosion der Griffangel (besonders unterhalb der Griffschalen) zu unterbinden, wurde das gesamte Objekt mit säurefreiem Heißwachs konserviert. |
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Armbrustnuss aus Knochen (Nordrhein-Westfalen) Aufgrund unkonservierter Lagerung war das Objekt nach dem Auffinden durch die Korrosion des eingesetzten Eisenbolzens in vier Teile gesprengt worden. Der Eisenbolzen wurde feingestrahlt, entsalzt und die Teile der Armbrustnuss mit Cyanacrylat verklebt. Anschließend erfolgte eine Konservierung mit mikrokristallinem Wachs. |
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Blattkachelfragmente (Nordrhein-Westfalen) Die Kachelfragmente wiesen auf der Oberfläche eine stärkere Sinterschicht auf, die mit Hilfe von Askorbinsäure, Skalpell und Ultraschallmeißel entfernt wurde. Die ehemalige Farbbrillanz der Glasur konnte mittels eines von uns entwickelten Fluids dauerhaft hervorgehoben werden. Letzteres dient gleichzeitig zur Konservierung der Oberfläche. |
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Eisenkreuz (Privatsammlung Nordrhein-Westfalen) Entfernung der Korrosionsauflagen mittels Feinstrahlgerät, Entsalzung. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. |
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Kleines mittelalterliches Messer (Nordrhein-Westfalen) Entfernung der Korrosionsauflagen mittels Feinstrahlgerät und partiell mit Diamantfräsern. Entsalzung. Rekonstruktion der Messerspitze mit eingefärbtem Kunstharz. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. |
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Schlüssel aus Eisen (Nordrhein-Westfalen) Entfernung der Korrosionsauflagen mittels Feinstrahlgerät und anschließender Feinschliff der Originaloberfläche mit Diamantfräsern. Entsalzung. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. |
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Maultrommel aus Eisen (Nordrhein-Westfalen) Entfernung der Korrosionsauflagen mittels Feinstrahlgerät. Entsalzung. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. |
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Langes Messer (Nordrhein-Westfalen) Entfernung der Korrosionsauflagen mittels Feinstrahlgerät. Feinschliff der Originaloberfläche. Entsalzung. Rekonstruktion der Fehlstellen mit eingefärbtem Kunstharz. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. |
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Kettenglieder (Nordrhein-Westfalen) Entfernung der Korrosionsauflagen mittels Feinstrahlgerät. Entsalzung. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. Einige Glieder sind nach dem Feinstrahlen wieder frei beweglich. |
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Sporn aus Eisen (Nordrhein-Westfalen) Entfernung der Korrosionsauflagen mittels Feinstrahlgerät. Entsalzung. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. Durch das Feinstrahlen sind alle funktionellen Teile wieder frei beweglich. |
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Trippenbeschlag (Nordrhein-Westfalen) Entfernung der Korrosionsauflagen mittels Feinstrahlgerät. Partieller Feinschliff der Oberfläche mit Diamantfräsern. Entsalzung. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. |
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Frühmittelalterliches Schwert (Museum für Vor- und Frühgeschichte Aldenhoven) Bevor wir das Schwert zur Bearbeitung bekamen, war bereits versucht worden, eine Freilegung mittels Elektrolyse zu erreichen. Sie war jedoch unkontrolliert durchgeführt worden, so dass Teile der informationstragenden Oberfläche bis auf die erhaltene Metallsubstanz zerstört worden sind. Eine Entsalzung und Konservierung hatte nicht stattgefunden, so dass die sich bildenden Akaganeitkristalle zu weiteren Absprengungen der Oberfläche geführt hatten. Das Objekt wurde zunächst mit dem Feinstrahlgerät von den neu entstandenen Korrosionsauflagen befreit und anschließend entsalzt. Hiernach wurde das Parierstück angesetzt und mit Kunstharz fixiert. Abschließend wurde eine Konservierung mit säurefreiem Heißwachs vorgenommen. |
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Dolch (Niedersachsen) Wie das Foto zeigt, war das Objekt durch unkonservierte Lagerung sehr stark zerstört. Akaganeitkristalle hatten sehr große Bereiche der Oberfläche von dem erhaltenen Metallkern heruntergesprengt. Die meisten abgesprengten Stücke waren nicht mehr auffindbar, was ihre Wiederanbringung und ein anschließendes Freischleifen der darin enthaltenen informationstragenden Oberfläche unmöglich machte. Das antennenartig geschwungene Griffende war komplett durchkorrodiert, so dass kein Eisenkern mehr vorhanden war. Die hohle Oxydhülle wurde gereinigt und diente als Vorlage für die Rekonstruktion des Endstücks mit eingefärbtem Kunstharz. Der Dolch wurde vor der Rekonstruktion entsalzt und abschließend mit säurefreiem Heißwachs konserviert. |
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Kleines mittelalterliches Messer (Nordrhein-Westfalen) Das Messer befand sich vor der Freilegung in vierfach gebrochenem Zustand und wurde zunächst mit Araldit wieder zusammengefügt. Da der Eisenkern komplett durchkorrodiert war und nur noch aus Oxyden bestand, wurde vor dem Schleifen einer Messerseite zunächst die jeweilige Gegenseite laminiert. Auf diese Weise konnte die fragile Struktur des Messers erhalten bleiben und ein erneuter Bruch verhindert werden. Da sich der Kern des Messers farblich von den Rostauflagen gut unterscheiden ließ, konnte die originale Form des Objekts während des Freilegens sehr gut erkannt werden. Nach der Freilegung des Messers wurden kleinere Fehlstellen mit eingefärbtem Wachs ergänzt. |
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Buchschließe aus Bronze (Nordrhein-Westfalen) Entfernung der Lehmauflagen mittels Skalpell, Konservierung mit mikrokristallinem Wachs. |
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Buddhakopf aus Bronze (Privatsammlung Berlin) Auf Kundenwunsch wurde bei diesem Objekt nur das Gesicht freigelegt und die Frisur im Fundzustand belassen. Die freigelegten Partien wurden mit mikrokristallinem Wachs konserviert. |
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Bronzefigur (Privatsammlung Hamburg) Freilegung der Oberfläche mittels Skalpell und Glättung partiell aufliegender Malachitkristalle mittels Ultraschallmeißel. Konservierung mit mikrokristallinem Wachs. |
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Maske aus Buntmetall (Privatsammlung Kent-England) Entfernung der Korrosionsauflagen mittels Skalpell, Konservierung mit mikrokristallinem Wachs. |
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Nadel aus Bronze (Nordrhein-Westfalen) Entfernung der Lehmauflagen mittels Skalpell, Konservierung mit mikrokristallinem Wachs. |
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Öllampe aus Buntmetall (Privatsammlung Bayern) Entfernung der Lehmauflagen mittels Skalpell und Reinigung der stark verkrusteten Bereiche der ehemaligen Lötstellen mittels Ultraschallmeißel und Diamantfräsern. Verklebung der einzelnen Teile mit Kunstharz. Konservierung mit mikrokristallinem Wachs. |
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Bronze Osiris mit Lapiseinlagen (Privatsammlung) Die Freilegung des Objektes erfolgte mit dem Ultraschallmeißel. Kleine Bereiche der ursprünglichen Feuervergoldung, welche nicht durch die Korrosionsauflagen abgehoben worden waren, konnten gesichert werden. Die Freilegung der Lapiseinlagen in den Augen, dem Götterbart sowie in den Maat-Federn der Krone wurden mit dem Skalpell ausgeführt. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. |
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Ramessidischer Osiris aus Bronze (Privatsammlung Niederlande) Entfernung der Korrosionsauflagen mittels Ultraschallmeißel. Entsalzung. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. |
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Römische Kanne aus Bronze (Privatsammlung Bayern) Entfernung der Korrosionsauflagen mittels Ultraschallmeißel und in Teilbereichen mit Diamantfräsern. Entsalzung. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. |
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Schnalle aus Buntmetall (Nordrhein-Westfalen) Entfernung der groben Verkrustungen mittels Feinstrahlgerät und anschließende Reinigung mit dem Ultraschallmeißel. Der in das Innere der Schnalle eingeklappte Riemenbeschlag konnte aufgrund seiner extremen Fragilität nicht gänzlich freigelegt werden. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. |
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Trense aus Bronze (Privatsammlung Bayern) Reinigung der Buntmetalloberfläche mittels Ultraschallmeißel und der Silbertauschierungen mittels einer Titriplex-Paste. Konservierung mit säurefreiem Heißwachs. |
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Bronze Osiris mit Silbereinlagen (Privatsammlung) Das Objekt wurde uns in einem vorgereinigten Zustand übergeben: Die Oberfläche zeigte Spuren einer Freilegung mit Hilfe eines Fasserhammers. Die Reste vorhandener Cupritauflagen wurden mit dem Ultraschallmeißel entfernt und die darunter liegende extrem harte Edelpatina konnte mit dem Skalpell entgereinigt und geglättet werden. Konservierung mit mikrokristallinem Wachs. |
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Altar (Privatsammlung Bayern) Auf der Oberfläche und in den entstandenen Rissen des Holzes befand sich eine starke Lehmauflage, auf die eine Art Möbelwachs aufgebracht worden war. Letztere führte zu einer Verhärtung der Auflage, so dass sie manuell nicht mehr abnehmbar war. Die Reinigung des gesamten Objekts erfolgte durch mehrere Bäder in Aceton, wobei das Objekt in zeitlichen Abständen mit einem Borstenpinsel abgebürstet wurde. Nach dieser Prozedur erfolgte die chemische Reinigung der feuervergoldeten Einlagen mittels einer Titriplexpaste. Die Konservierung der Eisenbeschläge sowie der feuervergoldeten Bereiche erfolgte mit mikrokristallinem Wachs, die des Holzes mit in Alkohol gelöstem Polyethylenglykol. Die Trocknung des Holzes erfolgt bei dieser Methode durch das Verflüchtigen des Alkohols. Sie ist somit schonender als die übliche Gefriertrocknung, welche organische Funde auf Dauer zerstört. Nach der Restaurierung wurde anhand einer zuvor entnommenen Probe eine IR-Datierung durchgeführt, welche den Altar auf das Jahr 1270 datiert. |
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