Soest 1
Drei Frühmittelalterliche Messer

Die drei Messer waren vor einigen Jahren bereits oberflächlich mit dem Feinstrahlgerät freigelegt, aber nicht entsalzt worden, was zur Folge hatte, dass eingeschlossene Chloride und Salze die Metallkerne fast komplett zersetzt hatten. Da aufgrund der entstandenen sehr großen Oxydblasen und der nur feingestrahlten Oberflächen keine Aussagen über die ursprünglichen Formen der Messer möglich waren, wurde entschieden, die Originaloberflächen mittels Feinschleifen aufzufinden. Hierfür wurden die Objekte zunächst von einer Seite laminiert, da sie jeweils fast nur noch aus einer fragilen Oxydhülle bestanden, die unter dem Schleifdruck gebrochen wäre. Nach dem Aufschleifen der großen Oxydblasen wurde zunächst die hohle Innenseite möglichst akkurat feingestrahlt, um die enthaltenen Schadstoffe wie Akaganeit zu entfernen. Hiernach erfolgte eine Natriumsulfid-Entsalzung. Der hohle Kern wurde mit eingefärbtem Epoxydharz aufgefüllt und die Originaloberfläche anhand der erhaltenen Eisenreste herausgearbeitet. Die Konservierung erfolgte mit mikrokristallinem Wachs.

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